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Berichterstattung
auf The Zero
Wenn
der Täter seinesgleichen in der Therapie findet Am 17.08.2004 hat das Landgericht Leipzig den 54-jährigen Wolfgang L wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Wolfgang L. nahm das Urteil an und ließ durch seine Anwältin mitteilen, dass ihm alles "so peinlich" sei. Wolfgang L. verfügt über ein langes Vorstrafenregister und hatte sich bereits wiederholt an Kindern vergangen. Zuletzt wurde der Sportjournalist, der bis Mitte der 90er Jahre im Saarland arbeitete, bevor er 2002 nach Leipzig zog, deshalb in Saarbrücken zu drei Jahren Haft verurteilt. Auf die Spur gekommen waren die Polizeibehörden dem Täter, als dieser einen Film mit eindeutigen sexuellen Handlungen an Kindern in einer Drogerie zum entwickeln abgab. Da auf einem der Fotos auch die Straße zu erkennen war, in der Wolfgang L. wohnt, konnte die Polizei seiner habhaft werden. Was bis hierhin ein leider normaler Fall sexuellen Missbrauchs und Wiederholungstätertums ist, bekommt durch weitere Umstände eine besondere Note: Wolfgang L. zeigte sich therapiewillig und hatte bereits Termine mit dem Anstaltspsychologen. Besagter Anstaltspsychologe befindet sich zwischenzeitlich allerdings selbst in Untersuchungshaft - wegen sexuellen Missbrauchs. Gefängnispsychologe gesteht jahrelangen Missbrauch der Stieftochter Vor geraumer Zeit hatten wir über den oben geschilderten, auf den ersten Blick „unspektakulären“ Fall berichtet, der seine Brisanz für die Öffentlichkeit dadurch gewann, dass der den Täter betreuende Gefängnispsychologe selbst unter Verdacht geriet. Ein Verdacht, der sich bewahrheitete: Am 21.01.2005 hat nun der 47-jährige Gefängnispsychologe Michael K aus Leipzig vor dem dortigen Landgericht gestanden, sich an seiner Stieftochter von deren achten bis 17. Lebensjahr vergangen zu haben. Michael K. war in der Justizvollzugsanstalt 17 Jahre lang Psychologe und zuletzt auch Personalratsvorsitzender in der Justizvollzugsanstalt Leipzig, wo er für die psychologische Betreuung der Strafgefangenen zuständig war, unter anderem auch für die dort inhaftierten Sexualstraftäter. Mit Urteil des Landgerichts Leipzig vom 04.02.2005 wurde der geständige Gefängnispsychologe wegen 115-fachen sexuellen Missbrauchs sowie wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ausführlichere Berichterstattung in der Leipziger Volkszeitung vom 22.01.2005 und 05.02.2005 |